Quartet KAIRI
12.11. HAMBURG
13.11. LÜBECK
14.11. BREMEN
Unter dem Titel »Debüt« öffnet das Amaryllis Quartett seine Streichquartett-Reihe für eine junge Formation, die man sich merken sollte: das Quartet KAIRI. Die vier Musiker aus Japan und China studieren in Salzburg und wurden bei internationalen Wettbewerben mehrfach ausgezeichnet.
Ihr Programm führt in drei Schritten durch die Geschichte der Gattung. Den Auftakt macht Mozarts Es-Dur-Quartett. Schon die chromatisch tastende Eröffnung zeigt, wie kühn Mozart hier mit Harmonik und Ausdruck experimentiert.
Mehr als ein Jahrhundert später treibt Anton Webern diese Konzentration auf die Spitze. Seine Fünf Sätze op. 5 sind Miniaturen von äußerster Dichte, voller überraschender Klangfarben und flüchtiger Gesten.
Zum Abschluss Beethoven: Nach einer geheimnisvollen Einleitung entfaltet sich Musik von großer Spannweite, bis das Finale in einer atemlosen Fuge alle vier Stimmen zu einem mitreißenden Wettlauf antreibt.
Programm:
Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett Es-Dur, KV 428
Anton Webern Fünf Sätze für Streichquartett op. 5
Ludwig van Beethoven Streichquartett C-Dur, op. 59/3 »Rasumowsky«
Quartet KAIRI
Taiga Sasaki & Yu Mita (Violine), Jiliang Shi (Viola), Hotaka Sakai (Violoncello)
ab 03.03.26 im Handel & auf allen Streamingplattformen
Ängstlichkeit und Zuversicht –
Joachim Schweppe vertont Georg Trakl
»Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten, folg ich der Vögel wundervollen Flügen, die lang geschart, gleich frommen Pilgerzügen, entschwinden in den herbstlich klaren Weiten.« Die ersten Zeilen des berühmten Gedichtes »Verfall« von Georg Trakl (1887-1914) aus dem Jahre 1913 formulieren ebenso eine Hoffnung, wie sie ein düsteres Zeitalter am historischen Horizont aufziehen sehen. Utopie und Ängstlichkeit, Zweifel und Zuversicht greifen hier Hand in Hand – Trakls lyrische Sprache könnte aktueller nicht sein. Sie scheint geradezu nach einer Umsetzung in musikalischen Klang zu verlangen, um die in ihr verbürgte Hoffnung in Form von Tönen akustisch erfahrbar zu machen.
Der Hamburger Komponist und Organist Joachim Schweppe (1926-1999) hat diesen ästhetischen Auftrag kongenial aufgegriffen. Wie Trakl selbst kriegserfahren und -verstört, nimmt er die Zeilen des Gedichtes im folgenschweren Jahr 1968 zum Anlass eine in die Zukunft weisende Musiksprache zu erschaffen, die sich in seiner Trakl-Symphonie zum Ausdruck verhilft. Dieses Werk ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein Juwel, insbesondere, weil es eine ästhetische Verbindung verschiedener Zeiten und Wahrnehmungsweisen in Aussicht stellt. Dieser Status eines ›Zwischen‹ macht sich auch in Schweppes, erst kurz vor seinem Tod vollendeten Konzert für Englischhorn bemerkbar. Eine atemberaubende und zeitlose musikalische Schönheit wird hier mit einer melancholischen Reminiszenz kombiniert, die das unverwechselbare Timbre des Instruments voll zur Geltung bringt.
Die CD-Veröffentlichung findet anlässlich Schweppes 100. Geburtstag am 3. März 2026 statt.
Quartet KAIRI
12.11. HAMBURG
13.11. LÜBECK
14.11. BREMEN
Unter dem Titel »Debüt« öffnet das Amaryllis Quartett seine Streichquartett-Reihe für eine junge Formation, die man sich merken sollte: das Quartet KAIRI. Die vier Musiker aus Japan und China studieren in Salzburg und wurden bei internationalen Wettbewerben mehrfach ausgezeichnet.
Ihr Programm führt in drei Schritten durch die Geschichte der Gattung. Den Auftakt macht Mozarts Es-Dur-Quartett. Schon die chromatisch tastende Eröffnung zeigt, wie kühn Mozart hier mit Harmonik und Ausdruck experimentiert.
Mehr als ein Jahrhundert später treibt Anton Webern diese Konzentration auf die Spitze. Seine Fünf Sätze op. 5 sind Miniaturen von äußerster Dichte, voller überraschender Klangfarben und flüchtiger Gesten.
Zum Abschluss Beethoven: Nach einer geheimnisvollen Einleitung entfaltet sich Musik von großer Spannweite, bis das Finale in einer atemlosen Fuge alle vier Stimmen zu einem mitreißenden Wettlauf antreibt.
Programm:
Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett Es-Dur, KV 428
Anton Webern Fünf Sätze für Streichquartett op. 5
Ludwig van Beethoven Streichquartett C-Dur, op. 59/3 »Rasumowsky«
Quartet KAIRI
Taiga Sasaki & Yu Mita (Violine), Jiliang Shi (Viola), Hotaka Sakai (Violoncello)
ab 03.03.26 im Handel & auf allen Streamingplattformen
Ängstlichkeit und Zuversicht –
Joachim Schweppe vertont Georg Trakl
»Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten, folg ich der Vögel wundervollen Flügen, die lang geschart, gleich frommen Pilgerzügen, entschwinden in den herbstlich klaren Weiten.« Die ersten Zeilen des berühmten Gedichtes »Verfall« von Georg Trakl (1887-1914) aus dem Jahre 1913 formulieren ebenso eine Hoffnung, wie sie ein düsteres Zeitalter am historischen Horizont aufziehen sehen. Utopie und Ängstlichkeit, Zweifel und Zuversicht greifen hier Hand in Hand – Trakls lyrische Sprache könnte aktueller nicht sein. Sie scheint geradezu nach einer Umsetzung in musikalischen Klang zu verlangen, um die in ihr verbürgte Hoffnung in Form von Tönen akustisch erfahrbar zu machen.
Der Hamburger Komponist und Organist Joachim Schweppe (1926-1999) hat diesen ästhetischen Auftrag kongenial aufgegriffen. Wie Trakl selbst kriegserfahren und -verstört, nimmt er die Zeilen des Gedichtes im folgenschweren Jahr 1968 zum Anlass eine in die Zukunft weisende Musiksprache zu erschaffen, die sich in seiner Trakl-Symphonie zum Ausdruck verhilft. Dieses Werk ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein Juwel, insbesondere, weil es eine ästhetische Verbindung verschiedener Zeiten und Wahrnehmungsweisen in Aussicht stellt. Dieser Status eines ›Zwischen‹ macht sich auch in Schweppes, erst kurz vor seinem Tod vollendeten Konzert für Englischhorn bemerkbar. Eine atemberaubende und zeitlose musikalische Schönheit wird hier mit einer melancholischen Reminiszenz kombiniert, die das unverwechselbare Timbre des Instruments voll zur Geltung bringt.
Die CD-Veröffentlichung findet anlässlich Schweppes 100. Geburtstag am 3. März 2026 statt.

