DEN STERNEN GANZ NAH
Im historischen Ambiente der Sternwarte mit Panoramablick auf Stuttgart findet 2026 zum vierten Mal das Festival Uhlandshöhe statt. Dabei steht hochkarätig besetzte klassische Kammermusik mit Streichquartetten und Partnern wie Lionel Martin (Violoncello) und Jaan Ots (Klavier) im Mittelpunkt der Abendkonzerte. Mit dem Streichquartett KAIRI stellt Geiger und Festivalgründer Gustav Frielinghaus ein international ausgezeichnetes Nachwuchsensemble auf der Uhlandshöhe vor. Für ungewohnte Hörerlebnisse sorgt das Arcis Saxophon Quartett aus München und mit dem Jazz-Drummer Mathieu Clement gibt es ein Wiedersehen auf der Uhlandshöhe. Er lebt inzwischen in New York City, ist aber im Sommer auch in Europa unterwegs. Für ein perfektes Sommer-Erlebnis.
ab 03.03.26 im Handel & auf allen Streamingplattformen
Ängstlichkeit und Zuversicht –
Joachim Schweppe vertont Georg Trakl
»Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten, folg ich der Vögel wundervollen Flügen, die lang geschart, gleich frommen Pilgerzügen, entschwinden in den herbstlich klaren Weiten.« Die ersten Zeilen des berühmten Gedichtes »Verfall« von Georg Trakl (1887-1914) aus dem Jahre 1913 formulieren ebenso eine Hoffnung, wie sie ein düsteres Zeitalter am historischen Horizont aufziehen sehen. Utopie und Ängstlichkeit, Zweifel und Zuversicht greifen hier Hand in Hand – Trakls lyrische Sprache könnte aktueller nicht sein. Sie scheint geradezu nach einer Umsetzung in musikalischen Klang zu verlangen, um die in ihr verbürgte Hoffnung in Form von Tönen akustisch erfahrbar zu machen.
Der Hamburger Komponist und Organist Joachim Schweppe (1926-1999) hat diesen ästhetischen Auftrag kongenial aufgegriffen. Wie Trakl selbst kriegserfahren und -verstört, nimmt er die Zeilen des Gedichtes im folgenschweren Jahr 1968 zum Anlass eine in die Zukunft weisende Musiksprache zu erschaffen, die sich in seiner Trakl-Symphonie zum Ausdruck verhilft. Dieses Werk ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein Juwel, insbesondere, weil es eine ästhetische Verbindung verschiedener Zeiten und Wahrnehmungsweisen in Aussicht stellt. Dieser Status eines ›Zwischen‹ macht sich auch in Schweppes, erst kurz vor seinem Tod vollendeten Konzert für Englischhorn bemerkbar. Eine atemberaubende und zeitlose musikalische Schönheit wird hier mit einer melancholischen Reminiszenz kombiniert, die das unverwechselbare Timbre des Instruments voll zur Geltung bringt.
Die CD-Veröffentlichung findet anlässlich Schweppes 100. Geburtstag am 3. März 2026 statt.
DEN STERNEN GANZ NAH
Im historischen Ambiente der Sternwarte mit Panoramablick auf Stuttgart findet 2026 zum vierten Mal das Festival Uhlandshöhe statt. Dabei steht hochkarätig besetzte klassische Kammermusik mit Streichquartetten und Partnern wie Lionel Martin (Violoncello) und Jaan Ots (Klavier) im Mittelpunkt der Abendkonzerte. Mit dem Streichquartett KAIRI stellt Geiger und Festivalgründer Gustav Frielinghaus ein international ausgezeichnetes Nachwuchsensemble auf der Uhlandshöhe vor. Für ungewohnte Hörerlebnisse sorgt das Arcis Saxophon Quartett aus München und mit dem Jazz-Drummer Mathieu Clement gibt es ein Wiedersehen auf der Uhlandshöhe. Er lebt inzwischen in New York City, ist aber im Sommer auch in Europa unterwegs. Für ein perfektes Sommer-Erlebnis.
ab 03.03.26 im Handel & auf allen Streamingplattformen
Ängstlichkeit und Zuversicht –
Joachim Schweppe vertont Georg Trakl
»Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten, folg ich der Vögel wundervollen Flügen, die lang geschart, gleich frommen Pilgerzügen, entschwinden in den herbstlich klaren Weiten.« Die ersten Zeilen des berühmten Gedichtes »Verfall« von Georg Trakl (1887-1914) aus dem Jahre 1913 formulieren ebenso eine Hoffnung, wie sie ein düsteres Zeitalter am historischen Horizont aufziehen sehen. Utopie und Ängstlichkeit, Zweifel und Zuversicht greifen hier Hand in Hand – Trakls lyrische Sprache könnte aktueller nicht sein. Sie scheint geradezu nach einer Umsetzung in musikalischen Klang zu verlangen, um die in ihr verbürgte Hoffnung in Form von Tönen akustisch erfahrbar zu machen.
Der Hamburger Komponist und Organist Joachim Schweppe (1926-1999) hat diesen ästhetischen Auftrag kongenial aufgegriffen. Wie Trakl selbst kriegserfahren und -verstört, nimmt er die Zeilen des Gedichtes im folgenschweren Jahr 1968 zum Anlass eine in die Zukunft weisende Musiksprache zu erschaffen, die sich in seiner Trakl-Symphonie zum Ausdruck verhilft. Dieses Werk ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein Juwel, insbesondere, weil es eine ästhetische Verbindung verschiedener Zeiten und Wahrnehmungsweisen in Aussicht stellt. Dieser Status eines ›Zwischen‹ macht sich auch in Schweppes, erst kurz vor seinem Tod vollendeten Konzert für Englischhorn bemerkbar. Eine atemberaubende und zeitlose musikalische Schönheit wird hier mit einer melancholischen Reminiszenz kombiniert, die das unverwechselbare Timbre des Instruments voll zur Geltung bringt.
Die CD-Veröffentlichung findet anlässlich Schweppes 100. Geburtstag am 3. März 2026 statt.

